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Vedisches Sternzeichen berechnen

Derselbe Himmel, zwei Arten ihn zu vermessen. Dein westliches und dein vedisches Zeichen nebeneinander, mit dem genauen Unterschied.

Für Sonne und langsame Planeten genügt das Datum. Mit Zeit und Ort werden auch Mond und Aszendent exakt.

Der Ort legt die Zeitzone fest, damit das Ergebnis nicht mehr auf Vermutungen beruht.

Wenn dir ein indischer Astrologe oder eine Kundli-Seite einmal ein anderes Zeichen genannt hat, hat sich niemand geirrt. Die westliche Astrologie misst den Tierkreis vom Frühlingspunkt aus, und der wandert gegenüber den Sternen um rund 50 Bogensekunden pro Jahr. Die indische misst von den Sternen selbst. Der Abstand heißt Ayanamsa und beträgt derzeit etwa 24 Grad, fast vier Fünftel eines ganzen Zeichens.

Diese eine Zahl erklärt alles. Eine Position behält ihr Zeichen nur, wenn ihr Grad im Zeichen größer ist als die Ayanamsa, also landen etwa vier von fünf Positionen beim Systemwechsel im vorherigen Zeichen. Keine der Antworten ist ein Rundungsfehler und keine ist falsch: sie beantworten dasselbe in zwei Bezugssystemen.

Wie du den Vergleich liest

Beide Spalten sind exakt

Die tropische Spalte ist dein gewohntes westliches Horoskop. Die siderische nutzt die Lahiri-Ayanamsa, den 1955 von Indien festgelegten Standard aus dem nationalen Almanach. Dazwischen liegt genau eine Subtraktion.

Rahu und Ketu ja, äußere Planeten nein

Die Mondknoten sind in der indischen Astrologie unverzichtbar, deshalb zeigen wir sie. Uranus, Neptun und Pluto wurden nach der Entstehung der Tradition entdeckt, klassisches Jyotisha nutzt sie nicht, also mischen wir sie nicht dazu.

Das ist eine Ebene, kein Kundli

Eine echte vedische Deutung braucht zusätzlich Nakshatras, Dashas, Teilungshoroskope und Yogas. Wir berechnen das nicht und tun auch nicht so. Hier bekommst du die Zeichenebene, sauber gerechnet.

Zwei Tierkreise: häufige Fragen

Warum habe ich zwei verschiedene Zeichen?

Weil beide Traditionen von unterschiedlichen Punkten aus zählen. Der tropische Tierkreis beginnt am Frühlingspunkt, der siderische an einem festen Punkt zwischen den Sternen. Der Frühlingspunkt wandert etwa ein Grad in 72 Jahren, und in rund zwei Jahrtausenden sind beide um etwa 24 Grad auseinandergelaufen.

Welches ist richtig?

Beide sind in sich stimmig, und astronomisch hat die Frage keine Antwort. Die westliche Astrologie liest einen jahreszeitlichen Rahmen, die indische einen sternbezogenen. Exakt sagen können wir dir, was jedes System aussagt.

Was ist die Ayanamsa?

Der aktuelle Abstand zwischen beiden Tierkreisen. Wir nehmen den Lahiri-Wert, den die indische Kalenderreformkommission 1955 mit 23°15' für das Frühjahr 1956 festlegte und der seither im Rashtriya Panchang steht. Er wächst um etwa 50 Bogensekunden pro Jahr und liegt heute bei rund 24°13'.

Warum behielt ein Bekannter sein Zeichen und ich nicht?

Weil es auf den Grad im Zeichen ankommt. Steht ein Planet später im Zeichen als der Ayanamsa-Wert, behält er das Zeichen; steht er früher, rutscht er ins vorherige. Wer wenige Tage vor oder nach dir geboren ist, liegt leicht auf der anderen Seite dieser Grenze.

Ist das eine vollständige vedische Deutung oder ein Kundli?

Nein, und das sagen wir lieber deutlich. Hier wird nur die siderische Zeichenebene berechnet. Nakshatras, Vimshottari-Dasha, Teilungshoroskope, Yogas und Doshas sind ein anderes Arbeitsfeld, das wir nicht anbieten.

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